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Verbundenheit und Begleitung über den Tod hinaus

Gedenkgottesdienst im Neckarwestheimer Alexander-Stift

Verbundenheit und Begleitung über den Tod hinaus



















Raum, Erinnerungen durchzuatmen und abschließen zu können: Gedenkgottesdienst im Neckarwestheimer Alexander-Stift.


Neckarwestheim - Es schmerzt einen geliebten Menschen zu verlieren. Dem Abschied gemeinsam Raum zu verleihen, kann heilen helfen. Mit einem Gedenkgottesdienst haben Angehörige und Mitarbeiter-Team im Neckarwestheimer Alexander-Stift jüngst der Verstorbenen erinnert.

Im Frühjahr, um die Osterzeit, und im Herbst, vor Totensonntag, finden Gedenkgottesdienste im Alexander-Stift statt. Ein gern angenommener Anlass, nochmals den Verstorbenen zu gedenken. Groß der Zuspruch, zahlreich das Kommen, besinnlich beseelt mit persönlicher Note der Rahmen, gebührend Raum, der Trauer nachzuspüren und dem Licht die Bahn zu ebenen, eindrücklich das Gedenken:
Nochmals werden im Gottesdienst die Namen der Verstorbenen genannt, eine Kerze angezündet und persönliche Worte der Erinnerung zu jedem Einzelnen verlesen. Eine rote Rose und ein Gedenkstein, beschriftet mit dem Namen des Verstorbenen, werden den Angehörigen übereicht. Die Rose als Erinnerung für zu Hause, der Gedenkstein als Erinnerung zum Ablegen im hauseigenen Garten des Stifts.

„Ich bin angetan, dass es überhaupt so etwas gibt. Die Gedenksteine im Garten haben uns in der Vergangenheit beim Besuch immer sehr beeindruckt. Die Mitarbeiter haben heute die Charakteristika unserer Angehörigen sehr einfühlsam getroffen“, sagt Sabine Hirschmüller, sichtlich berührt vom Gedenkgottesdienst. „Man sieht an der Grabpflege, wie wichtig es für Angehörige ist, einen Liebesdienst noch für ihre Verstorbenen zu tun. Die Trauerphasen und danach wieder ins Leben zurück zu kehren sind bei jedem unterschiedlich lang. Ein solcher Gedenkgottesdienst ist daher auch ein wichtiger Beitrag auf dem Weg des Abschiednehmens, nochmals ein Bezugspunkt zurück zu blicken, sich zu erinnern, um dann vorwärts blicken zu können“, betont Pfarrer Oliver Römisch. Für ihn war es der erste Gedenkgottesdienst. Seit September ist Römisch Pfarrer an der Evangelischen Gregoriuskirche in Neckarwestheim. Regelmäßig kommt er zum Gottesdienst ins Alexander-Stift.

Währenddessen legen Angehörige die Gedenksteine im Garten ab. Zunächst unscheinbar im Kiesbeet und dennoch Raum gebend, die Erinnerungen durchzuatmen und abschließen zu können. Der Kaffee im Anschluss wärmt und bietet weitere Möglichkeit, sich miteinander auszutauschen, ja sogar sich gemeinsam zu freuen, getragen im Miteinander. „Es war immer schön“ so der Tenor Angehöriger die rote Rose fest in beiden Händen.

geschrieben von B. Hardtke am 07.11.2011 um 12:13 Uhr.


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