Aktuelles
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Ein Jahr „Freitagsmaler“ im Korber Alexander-Stift
Wie Ute Munz und Gunda Radtke verborgene Talente wiedererwecken
Erleben beim Malen Freude und Gemeinschaft – die Freitagsmaler im Korber Alexander-Stift.
Korb - Seit einem Jahr gibt es die „Freitagsmaler“ im Korber Alexander-Stift. Eine Bereicherung von besonderem Flair, wie Heimleiter Dieter Duske betont. Die Bewohner jedenfalls möchten das gemeinsame Malen nicht mehr missen.
Freitagvormittag, 9:30 Uhr, ungeduldig warten schon einige Bewohner in der Begegnungsstätte. Die Malmappe mit ihren Bildern haben sie parat. Sie gehören zu den eifrigsten „ Freitagsmalerinnen“ im Korber Alexander-Stift. Zuerst war es nur eine kleine Malgruppe von Seniorinnen und Senioren, die sich seit Mai 2010 immer am Freitagmorgen zum gemeinsamen Malen trifft.
Aus den ersten zaghaften Versuchen mit Stiften, Aquarellfarben, Acrylfarben oder auch nur mit Wachsfarben, Striche aufs Papier zu zaubern, ist ein fester Kreis von Interessierten und teilweise auch sehr begabten Künstlern geworden.
So manche der Teilnehmerinnen hat über Jahrzehnte brachliegendes Talent oder ein altes Hobby unter der Leitung von Ute Munz und Gunda Radtke wiederentdeckt.
Zum Alexander-Stift gekommen ist Ute Munz über das Sozialpraktikum ihrer Tochter. Diese war im Rahmen der Schule im Korber Gemeindepflegehaus aktiv und erzählte jeden Tag zu Hause voller Begeisterung davon. Neugierig geworden, fragte Ute Munz kurzerhand bei Heimleiter Dieter Duske an, ob Interesse an eine Malgruppe bestünde und stieß auf offene Ohren. Mit Gunda Radtke war denn auch bald eine emsige und engagierte Mithelferin gefunden. „Es ist toll, wie Frau Munz und Frau Radtke auf jeden einzelnen eingehen. Sie verstehen es zu fördern, auch hinsichtlich der Fragestellung, mit welchen Materialien kann ich wen erreichen“, freut sich Dieter Duske. Denn über das Malen erleben die Bewohnerinnen und Bewohner eine Bestätigung und Wertschätzung.
Die „Freitagsmaler“ setzen sich aus Seniorinnen und Senioren mit verschiedenen Handicaps zusammen. Aber nicht die Defizite zählen, sondern die Ressourcen. Es werden Bilder ausgemalt - da muss man aufpassen, dass man nicht „ rausmalt“-, oder nach Vorlage von Künstlern und Fotografien entstehen kleine Kunstwerke, und manche malen einfach „frei aus der Seele heraus“. Die Jahreszeiten werden miteinbezogen, es gibt Thementage wie zum Beispiel vor Weihnachten das Thema „ Engel“ und es kommt so manche Erinnerung aus der Schulzeit hervor. Man tauscht sich aus, welche Farbe denn hier wohl am besten passt, ob man mit Stiften arbeitet oder lieber doch den großen Pinsel nimmt. Die Senioren haben die Wahl.
Am Ende der zwei Stunden werden alle Werke begutachtet und bewundert. Es ist sogar schon eine kleine Galerie in der Begegnungsstätte entstanden. Und so manches Zimmer im Korber Alexander-Stift wurde mit einem selbst gemalten Bild geschmückt.
geschrieben von har am 19.05.2011 um 11:11 Uhr.
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