Haupteinrichtung Großerlach-Neufürstenhütte

 

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40 Jahre im Dienst der Landeskriche

Ein Urgestein sagt Servus: Pfarrer Heinrich Kuttler wurde in den Ruhestand verabschiedet

40 Jahre im Dienst der Landeskriche



















Pfarrer Heinrich Kuttler sagte Servus und viele Wegbelgeiter dankten ihm (von links): Dekanstellvertreter Pfarrer Uwe Altenmüller, Pfarrer Heinrich Kuttler, Ruth Kuttler, Bundesvorsitzender der Bessarabiendeutschen Günther Vossler und Geschäftsführer Sven Lüngen.


Großerlach - „Wir verabschieden nicht nur einen Pfarrer und lieben Kollegen, sondern auch ein Urgestein im Backnanger Kirchenbezirk“, betonte Dekanstellvertreter Uwe Altenmüller bei der Verabschiedung von Heinrich Kuttler als Pfarrer des Kirchenbezirks für Altenheimseelsorge im Alexander-Stift in Großerlach-Neufürstenhütte.
„Zwei Gottesdienste in der Woche, das zeigt, wo nicht nur dein Schwerpunkt, sondern vor allem deine Herzensangelegenheit lag.“ Und nicht nur, so Altenmüller weiter, Kuttlers großes Interesse und Kenntnis der Kirchengeschichte bereicherte und beeindruckte, sondern vor allem die gegenseitige geschwisterliche Beratung, Begleitung und Stärkung.

40 Jahre im Dienste der württembergischen Landeskirche, davon über 27 Jahre im Kirchenbezirk Backnang, gehen nun zu Ende. 21 Jahre wirkte Heinrich Kuttler als Gemeindepfarrer in Backnang-Sachsenweiler-Steinbach und sechs Jahre als Altenheimseelsorger für das Alexander-Stift und für verschiedene Heime in Murrhardt. Mit der Beauftragung, Pfarrer für das Alexander-Stift zu sein, kam der Oberkirchenrat dem Wunsch des damaligen Verwaltungsrates des Alexander-Stifts nach, einen Pfarrer für die seelsorgerliche Arbeit im Alexander-Stift zu bekommen.

Vornehmlich hatte Pfarrer Heinrich Kuttler die Aufgabe, im Wechsel mit dem Pfarramt Großerlach die Gottesdienste in Neufürstenhütte zu halten und das Gottesdienstangebot insgesamt in den Häusern des Alexander-Stifts im und auch außerhalb des Kirchenbezirks zu ergänzen und zu bereichern. Einer alten Tradition des Alexander-Stifts folgend, führte er auch in Neufürstenhütte den biblischen Teil der Rüstwochen für Advent und Ostern durch.

Ein besonderes Anliegen waren Kuttler der seelsorgerliche Besuch Schwerkranker, die Begleitung Sterbender wie auch die Mitarbeiterfortbildungen. Die bewusste biblische Ausrichtung der Themen und auch, Hilfestellung für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu geben, diese biblische Ausrichtung im Alltag umzusetzen, sowie die seelsorgerliche Begleitung der Mitarbeiterschaft waren ihm hierbei besonders wichtig. Überhaupt war es ihm ein Anliegen, den Bewohnern, den Angehörigen, den Haupt- und Ehrenamtlichen zu helfen, Vertrauen in Gott zu fassen, sie in ihrem Glauben zu bestärken und weiterzuführen.

„Als Zeichen Ihrer Demut und dem Dienst am Menschen haben Sie stets die Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt gehabt, ihren Angehörigen aber auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Trost, Mut, Anerkennung und Wertschätzung zugesprochen und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie gut es tut, mit Ihnen zu sprechen“, betonte Geschäftsführer Sven Lüngen. „Du hast Segensspuren hinterlassen, dafür sind wir dir bis heute dankbar“, schloss sich Lüngens Vorgänger und heutiger Bundesvorsitzender des Bessarabiendeutschen Vereins, Günther Vossler, an. Beide dankten zudem Kuttlers Ehefrau Ruth für deren Unterstützung und treue Organistendienste in Neufürstenhütte. „Gottes Macht erhalte euch, Gottes Weisheit leite euch …“, gab Pfarrer Ernst Franz einen Liedvers mit auf den Weg.

„Sorget nicht – vertraut Gott (Matth. 6, 25-34)“ – und selbst in seinem Abschiedsgottesdienst war es Kuttler ein Grundanliegen, durch die Predigt Mut zu machen, der Einladung Jesu zu folgen, seine Sorgen Gott anzuvertrauen. „Das lässt uns dann nicht sorgenfrei, aber sorglos leben, weil wir sie dem anvertrauen können, der für uns letztendlich sorgen kann.“

Zwei gute Botschaften hatte Sven Lüngen für die Festgemeinde noch parat, Kuttler werde in der Frage der Gestaltung des Alexander-Stifts, ein diakonisches Profil zu wahren, als Gesprächspartner und Berater weiter zur Verfügung stehen und das Dekanat Backnang habe die Fortführung des Amtes der Altenheimseelsorge zugesichert.

INFO:
„Lobt Gott mit Saiten und Pfeifen. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ – Pfarrer Heinricht Kuttler lädt zu einem Musik-Nachmittag mit Liedern und Instrumenten auf Samstag, 30. Juli 2011, nach Großerlach-Neufürstenhütte ein. Mitwirkende: Ruth Kuttler (Orgel), Philipp Kutter (Geige), Julia Stockert (Geige) und Anja Müller-Schullerus (Flöte). Beginn ist um 15:00 Uhr mit Kaffeetrinken.

geschrieben von B. Hardtke am 22.07.2011 um 12:35 Uhr.


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