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Verabschiedung in den Ruhestand

Geschäftsführer Günther Vossler wirkte 19 Jahre im Alexander-Stift

Verabschiedung in den Ruhestand



















v.l.n.r.: Pfarrer Heinrich Kuttler, Pfarrer Rainer Hinzen, Pastor Arnulf Baumann, Markus Nikolaus und Günther Vossler.


Großerlach - Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Großerlach-Neufürstenhütte wurde Geschäftsführer Günther Vossler in den Ruhestand verabschiedet. 19 Jahre hat er für das Alexander-Stift gewirkt und es in dieser Zeit entscheidend geprägt. „Die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein Mehrwert, der gewaltig ist. Mein größter Dank gilt Ihnen“

„Ein jegliches hat seine Zeit.“ Diesen Vers aus Prediger 3, 1 stellte Pfarrer Heinrich Kuttler an den Anfang seines geistlichen Impulses zur Eröffnung des Festaktes. „Begrenzte Zeit steht uns zur Verfügung – und das ist gut so! Verantwortung übernehmen und sie wieder ablegen – etwas erarbeiten und wieder zur Ruhe kommen.“ Nach 19 Jahren für das Alexander-Stift und 35-jähriger Tätigkeit in der Diakonie - begrenzte Zeit sei in solchen Momenten deutlich zu spüren, führte der Pfarrer des Alexander-Stifts aus, aber auch ein großes Maß an Dankbarkeit. So konnte Günther Vossler bei seiner Abschiedsfeier einen bunten Strauß von Gruß- und Dankesworten in Empfang nehmen.

Das Alexander-Stift habe ein zukunftsträchtiges und menschenwürdiges Konzept in der Betreuung und Fürsorge älterer Menschen entwickelt, betonte Pfarrer Rainer Hinzen. „Hier ist die Leidenschaft für das ‚zu Hause fühlen’ deutlich zu spüren. Und man merkt, dass es für Sie stets eine Herzensangelegenheit war.“ Das Alexander-Stift, so der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten weiter, sei zu einem ganz wichtigen Teil im Verbund der Diakonie Stetten geworden. Es passe und gebe gute Impulse.

„Ihre Bilanz spricht für sich“, bekräftigte Geschäftsführer Sven Lüngen und legte hierzu beeindruckende Zahlen vor. Weit über 40.000 Stunden für das Alexander-Stift, fast 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 17 Gemeindepflegehäuser gebaut und 18 Gebäude erstellt, 3 Geschäftsführungen und 1 gemeinsames Jahr „für das ich sehr dankbar bin, weil es mir die Möglichkeit gab, vieles von Ihnen mitzunehmen.“

An die bessarabischen Wurzeln erinnernd, ließ Landrat Johannes Fuchs, als langjähriger Wegbegleiter in Sachen Altenhilfe, kurz die Geschichte des Alexander-Stifts Revue passieren. „Die Vosslersche Pflegehaus-Offensive war eine Erfolgsstory. Seit vielen Jahren gehört das Alexander-Stift zu einem wichtigen Impulsgeber der Altenhilfe für unseren Rems-Murr-Kreis und auch darüber hinaus. Sie haben dem Alexander-Stift ein hohes Ansehen und ein unverwechselbares Gesicht gegeben.“ Als konsequenten Schritt für die Zukunftssicherung bezeichnete Fuchs zudem, das Zusammengehen des Alexander-Stifts mit der Diakonie Stetten im Jahr 2008.

„Für Rechberghausen ist ein richtig individuelles, maßgeschneidertes Haus geschaffen worden, in dem man sich so richtig geborgen fühlen kann.“ Stellvertretend für alle Gemeinden, in denen ein Gemeindepflegehaus des Alexander-Stifts steht, dankte Rechberghausens Bürgermeister Rainer Ruf Vossler für alle Initiativen.

„Kleine Häuser zu einer großen Sache zu machen, nämlich für die Menschen, die darin leben“ bezeichnete Dr. Peter Messmer vom Sozialministerium Baden-Württemberg als das gemeinsame verbindende Anliegen. Die Schaffung wohnortnaher Pflegeplätze sind unter großen Anstrengungen im Alexander-Stift umgesetzt worden. „Es ist ein großes Verdienst, wenn nicht nur Leitbilder formuliert, sondern auch realisiert werden.“ Auch Manfred Schall vom Diakonischen Werk Württemberg bezeugte seinen Respekt. In guter diakonischer Tradition handelnd, habe Vossler auch gegen Widerstände zukunftsfähige Konzepte umgesetzt. Dabei sei Vossler stets ein kritischer und konstruktiver Mitarbeiter in Reihen des Diakonischen Werks gewesen.

„Für das Alexander-Stift war und ist Günther Vossler ein Glücksfall. Bereit zu unermüdlichem Einsatz und stets offen für neue Lösungen“, bekräftigte Pastor Arnulf Baumann Vorstandsmitglied der Stiftung Bessarabien und des Bessarabiendeutschen Vereins. An Meilensteine Vosslers Wirken erinnerte der kaufmännische Vorstand der Diakonie Stetten, Markus Nikolaus und gab Vossler, auch im Namen von Vorständin Heiderose Maaß, einen irischen Reisesegen mit auf den Weg.

Mit einem eindrücklichen Szenenspiel nahmen leitende Mitarbeiter aus Pflege, Hauswirtschaft und Verwaltung sowie aus den einzelnen Einrichtungen des Alexander-Stifts Abschied vom scheidenden Geschäftsführer. „Ein kleiner Träger mit 100 Pflegeplätzen macht sich auf den Weg den Rems-Murr-Kreis zu verändern. Für diesen Weg gab es so manchen Wegbereiter, Mitstreiter, Impulsgeber.“ In seiner innigen Danksagung benannte Günther Vossler noch einmal markante Ereignisse und wichtige Wegbegleiter und wünschte dem Alexander-Stift auch künftig Gottes Segen und Geleit.

geschrieben von Birgit Hardtke am 06.04.2011 um 10:55 Uhr.


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